© Philipp Schäfer

Welcome to the Sea!

Atlantik

Tag 9: 6.05.2017 Sonniger Atlantik – und es wollt nicht mehr (so „stark“) rollen

 

 

Am nächsten Morgen erwachte ich und es war wieder anders.
Am heutigen Tag wurde mein Bett neu überzogen (jeden Tag war eine andere Kammer dran). Nach dem Frühstück begab ich mich auf meine Kammer und kurze Zeit später kam der Steward. Er arbeitete schnell und ordentlich und wir unterhielten uns, klar war das erste Thema „Seegang“. Er habe ein sehr teures Laptop und wenn es kritisch ist nimmt er es ins Bett, hier sei es am sichersten. Mir war schon bewusst, dass das bisschen hin und her in der Biskaya nichts war. Da gibt es andere Tage und auch in Asien andere Wellen. Wenn man bedenkt was auf der 324m langen Colombo Express vor einigen Jahren passiert ist… (zu wenig Haltegriffe, die Crew wurde von Backbord nach Steuerbord geschleudert und zurück, es nahm ein böses Ende, das Schiff rollte nahezu um 45° nach Backbord und Steuerbord). Apropos Colombo Express, diese war ebenfalls zu unserer Zeit in Hamburg (Ankunft am 29.04., ich sah sie hinter der Mauer vorbei fahren, war für kurze Zeit auch einmal das grösste Containerschiff der Welt… heute mehr als lächerlich. Dennoch setzt Hapag-Lloyd nicht auf grosse Schiffe, die Hamburg Express Klasse ist eher die Ausnahme als die Regel im Vergleich zu allen anderen Reedereien). Und die Colombo Express begleitete uns nicht nur, nein, sie war leicht schneller als wir! Sie war neben wenigen Schnellbooten und Katamaranen das einzige Schiff, das schneller fuhr. Die CMA CGM Alexander von Humboldt hatte einen dermassen Zacken drauf… wir hielten nahezu unsere 20 Knoten toujour.

An diesem Tag waren keine besonderen Vorkommnisse.
Achja, Knoten und Seemeilen. Da war ja was…

 


Auch im Atlantik ging's hin und her... nur weniger spürbar.



Der Horizont ist gerade.

Km/h und Kilometer gibt es in der Seefahrt genauso wenig wie links und rechts.

Geschwindigkeiten, egal ob von Schiffen oder dem Wind werden generell in Knoten angegeben. 1 Knoten entspricht dabei 1,852 km/h. Dies wurde von der Längenangabe abgeleitet. Eine Seemeile entspricht 1852,0m und hat die Länge von 1/60 Breitengrad.

Dennoch haben die Lotsen auf der Elbe die Distanzen in Meter durchgegeben.

 


It's very windy...


Diesen Tag verbrachte ich wieder sonst auf der Brücke. Der Sonnenuntergang war nett und ich ging dann wieder gegen Mitternacht auf meine Kammer, Bilder sichten und sichern und ab ins Bett. Der Wecker wurde am Folgetag früh gestellt. Fünf Uhr. Warum? Die 2. Offizierin hatte hier Dienst und passierte Gibraltar zur frühen Stunde.

 

 

Eine Kursänderung stand an.



...und wurde erfolgreich ausgeführt.



Der elektronische Kompass. Rechts das kleine Rädchen ist das Steuerrad für die halbautomatische Steuerung.



Sonnenuntergang im Atlantik.



Über dem Schornstein.



Das Steuerhaus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
© Philipp Schäfer