© Philipp Schäfer

Welcome to the Sea!

Bridge

See You on the Bridge

Hier erst einmal "kommentarlos" ein paar Eindrücke der Brücke:



Der Aufgang.



In Hamburg war diese durch das Terminal hell erleuchtet.



Brücke und Backoffice



Das Pult.






Observation auf der Nordsee!



Ruhige See, ruhige Fahrt, alle Lichter gedimmt.





Und wie funktioniert das jetzt alles?

CMA CGM Alexander von Humboldt

Zugegeben, ich hätte mir das Pult umfangreicher vorgestellt, dennoch hat es recht viele Elemente dort. Doch letztendlich brauchte man gar nicht mal so viel. Die meisten Elemente sind entweder Dimmer oder dienen dem Abfragen von Informationen und der Überwachung. Die wichtigsten Elemente sind zudem doppelt angelegt für Lotse (Pilot) und Offizier/Kapitän (Master).
 

Ganz links waren Funkgeräte und Bildschirme mit dem AIS-Signal (Automatic Indification System). Hier konnte man zum Beispiel den netten Satz „CMA CGM Alexander von Humboldt – Underway using engine“ lesen, den man aus Marinetraffic kennt. Oder die Liste von Schiffen unter 150sm Entfernung anschauen.

 

Im Funkgerät krächzten sehr oft Funksprüche. Der ganze Funkverkehr lief hier mit. Wollten zwei Schiffe kommunizieren wurde ein freier Kanal festgelegt und beide wechselten dann auf diesen.

 

Weiter gab es Tastenfelder mit vielen Knöpfen. Diese dienten dazu den Wecker/Alarm auszuschalten. Mindestens einmal die Stunde ertönte ein lauter Piepton. Sonst gab es unregelmässig immer mal wieder einen Alarm, wo man bestimmte Knöpfe drücken musste, dass es aufhört. Teilweise mehrere.

Es gab mehrere grosse Monitore. Drei davon hatten ein Radar abgebildet, zwei davon das identische Bild im Nahbereich, eines eher eine Übersicht. Den Sichtbereich konnte man selbst wählen (ob man nur wenige Seemeilen oder den halben Atlantik sehen möchte). Mittig auf einem weiteren Bildschirm war das Schiff "abgebildet" mit den „Geschwindigkeiten“ die auf es oder von ihm wirken: Z. B. Wind in Knoten und die Antriebe. Auf dem Bildschirm ganz rechts waren immer irgendwelche Bordsysteme abgebildet - damit habe ich mich nie gross beschäftigt.

 

Dann gehen wir in der mittleren „Ebene“ von rechts nach links:

 

Die beiden schwarzen grösseren Felder mittig ist die Steuerung für die beiden Bugstrahlruder (die beiden linken schwarzen Felder unter dem 3. Bildschirm von rechts, sie sind so nah beieinander dass es aussieht als wäre es nur ein Element). Links daneben mit den kleinen Knöpfen wieder eine „Tastatur“ zum "Ausschalten von Alarmtönen".

 

In der Reihe davor ist mittig ein Kompass und zwar der mechanische (mit der Nadel gen Norden). Rechts davon ist der Regler für die Geschwindigkeit (manuelles Fahren). Zu den Instrumenten (mit dem Rad) ganz rechts kann ich leider keine Aussage mehr machen, ebenso zu den Buzzer und den abgedeckten Knöpfen vorne links und rechts.

 

Mittig vor dem klassischen Kompass ist ein elektronischer Kompass angeordnet (siehe Bild unten). Dieser funktioniert wie eine Zentrifuge. In einem Behältnis (welches hinter dem Backoffice in einem Kabelschachtraum war, schleuderten Scheiben. Bewegt sich das Schiff in eine Richtung möchte sich die Scheibe in die entgegengesetzte Richtung bewegen. So wird dies sofort registriert.

 

Rechts davon, das putzige Rad, ist, man glaubt es nicht, das Steuerrad (siehe ebenfalls im Kompassbild unten). Und zwar das für den halbautomatischen Betrieb (einstellen des Kurses). Allgemein diente dieses Feld für den halbautomatischen Betrieb. Da ich nicht mehr weiss, was die ganzen Knöpfe an der schiefen Ebene vorne sind (meines Wissens nichts „Wichtiges“, Dimmer eventuell), kommen wir direkt zum „klassischen“ Steuerrad (man sieht es auf dem vierten Bild ganz rechts). Dieses ist für den voll manuellen Betrieb zum Beispiel im Hafen oder auf Revierfahrt.

 

Die "allerwichtigsten Elemente" sind aber wieder hinten auf dem Pult und zwar jeweils beim "Knick", die runden weissen Knöpfe. Drückt man da drauf macht es am Bug einen Höllenlärm!



Der mechanische Kompass (hinten) sowie der elektronische Kompass (vorn). Rechts das kleine Rädchen ist das "Steuerrad" für die halbautomatische Steuerung (Eingabe eines Kurses den das Schiff dann hält). Vorne mit dem Drehschalter konnte man wechseln zwischen vollautomatischem Betrieb, halbautomatischem Betrieb oder manuellem Betrieb.



 Hier sieht man die Steuerung der Bugstrahlruder besser: Die beiden schwarzen Felder mit den bunten Kontrolllampen hinter dem Fahrtregler.




Mittig der Bildschirm mit den Geschwindigkeiten am Schiff, links und rechts das jeweilige Radar. Noch weiter rechts war die elektronische Seekarte.



Eine Kursänderung stand an. Hier die elektronische Seekarte mit der grossen Übersicht eingestellt.



Der letzt Kurs: Radar im Nahbereich.



Die Instrumente über dem Fenster: Windstärke: 13 Knoten von Achtern; die Uhrzeit kennt ihr auch; 13,6 Knoten (wir waren am beschleunigen nachdem wir die Lotsen be ca. 10 Knoten abgesetzt hatten); 11,9m Wasser vorne unterm Kiel und hinten 11,5m; Anzeige für die Neigung des Schiffes; für das Ruder; wieviel Fahrt man gibt, und... muss ich nachschauen.



Under Way Using Engine: AIS-Signale.



Bordsysteme.


Weitere Impressionen:



 Aussenführerpult auf der Nock.


//img.webme.com/pic/s/sea-trial/2299-%C3%9Cbergabe-an-Seelotse.jpg
Lotsenwechsel auf der Elbe.


//img.webme.com/pic/s/sea-trial/2359-Mohamed.jpg



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  











© Philipp Schäfer