© Philipp Schäfer

Welcome to the Sea!

Meine Kammer

Meine Kammer... oder Suite...

Offiziell heisst es Kammer. Aber eher war es eine Suite. An Kammer denkt man immer an Absteige oder Besenkammer, aber nicht an einen luxuriösen 26 Quadratmeter grossen Raum. Ausgestattet, mit allem was das Herz begehrt.

Als ich rein kam war ich erstmals überwältigt. Von solchen Räumlichkeiten hatte ich als Student teilweise mal geträumt. Und auch sonst, man kann es dort lange aushalten!



Links Blumenkasten mit Blumen (die man nie giessen muss, nicht im Bild), Sofa, zwei Sessel und Tisch, kleine Ablage, Schubladen (leer, gefüllt teilweise mit Klopapier und Decken), Bett mit recht geschickter Ablage und Bettkästen sowie einem Nachttisch (ohne Holy Bible, die gab es nicht mal auf Malta im Hotel!).
Es gab zwar nur ein Kissen (auf Anfrage sicher ein zweites), aber das reichte mir seltsamerweise aus. Die Ablage über Kopf sieht störend aus, war aber sehr geschickt. Hier übernachtete mein Notebook und teilweise auch mein Handy.

Die Lampen waren sehr nett. Hatten eine Sensortaste, berührte man diese, wurde sie minimal hell. Es gab drei Helligkeitsstufen. Es machte Spass, diese an- und auszuschalten, der Sensor war recht angenehm.



Links von mir war das WC mit Dusche und Waschbecken. Neben der Tür ein weiterer grosser Spiegel, anschliessend ging es ums Eck zur Kammertür. Zwischen Kammertür und dem Eck war dann der Kleiderschrank eingebaut. Inklusive Schliessfächer mit Schwimmweste. Geht man aus der Kammer raus waren links vier Lichtschalter (zwei mit (E) für Emergency) angeordnet, rechts von der Tür ein Schreibtisch mit Regalsystem, Kühlschrank (!) und nicht rollbarem Drehstuhl.

Es lag eine Kordel und ein Karabinersystem im Regal. Die Sessel konnten an Laschen am Boden (keine Twistlocks) befestigt werden.
Die Uhr klackte alle Minute etwas laut, störte in den ersten Minuten, man gewöhnt sich aber dran. Das Bild war ansehlich und die Lampe an der Wand (hatte sie einmal über Nacht in gedimmter Form an) war analog der Nachttischlampe. Sehr angenehm!



Mit deutschen Zweipolsteckern ist man hier sehr gut gerüstet. Wasser-Nachschub gab es regelmässig durch den Steward. Faszinierend, CMA CGM eigenes Wasser aus den französischen Bergen. Eine Flasche davon steht nun in meiner Küche (noch gefüllt).



Wandlampe, der Sensor war unter dem Stiel angeordnet




Zwei der vier Fenster (eins nach vorn und eins zur Steuerbordseite) liessen sich öffnen. Mit vier Schrauben.


//img.webme.com/pic/s/sea-trial/2463-Fenster.jpg
Es gab helle Gardinen, dunkle, stärkere, dickere und zusätzlich Rollos. Also selbst im hellsten Terminal war schlafen möglich. Offenes Fenster geht parallel dazu nicht. Mach sowieso keiner im Terminal!



Meine Kammer auf dem F-Deck, Aussenansicht in Hamburg.



Der Aufenthaltsort der Passagiere (Passenger-Recreationroom). In Le Havre gab es für eine Menschengruppe eine Führung durch das Boot. Meine zwei schwäbischen Mitreisenden testeten diese Räumlichkeiten einmal aus, ausgerechnet als die Menschengruppe hier durchgeführt wurde. Ich war nur immer kurze Zeit hier. Die Ausstattung verfügte auch über einen TV (DVD) und Bücher. In der Bücherei auf dem Schiff gab es sogar deutschsprachige Bücher. Allerdings allgemein nicht viele.



Der Korridor des F-Decks. Links war eine Passagierkammer (E), rechts vier Kammern (A-D, ich war D). Jede Kammer hatte Platz für zwei Personen, manche sogar für drei.
Hinten und vorne links (von dieser Ansicht) ging es auf die Aussendecks. Sonst waren noch Diensträume hier, eine abgeschlossene öffentliche Toilette, die Library und eben der Aufenthaltsraum (ok, und Treppe/Lift).

Also man kann es hier durchaus aushalten!






 

© Philipp Schäfer