© Philipp Schäfer

Welcome to the Sea!

Nordsee

 

Tag 3: 30.04.2017: Nordsee

Hinter Cuxhaven gingen die beiden Herren von Bord mit den Lotsen-Katamaranen zum Mutterschiff. Sie suchten sich schon eine Rückfahrmöglichkeit aus. Wahrscheinlich mussten sie warten bis die Cap San Antonio von Hamburg Süd kam, denn alles andere waren nur langsame Kümos und diese benötigen mehr als 6 Stunden. Für das leibliche Wohl wird dort gesorgt, kaltes Buffet rund um die Uhr, mehrere warme Mahlzeiten am Tag, TV, Aufenthaltsräume und Abliegemöglichkeiten. Manche Lotsen haben hier mehrtägige Schichten.




Ein Kümo vor Cuxhaven. Hier war ich in der 6. Klasse im Schullandheim.



Winzig: Die Kugelbake. Hatte sie grösser in Erinnerung, Schullandheim 6. Klasse... lang ist's her...



Der Blick nach hinten.



Ein Kadett am Sextant.



Die Ludwigshafen Express fährt in Richtung ihres Heimathafens. Sie gehört zur Hamburg-Express-Klasse (2012) und zu meinen Favoriten.



Drei Megaboxer in einer Reihe.



Das Radar mit dem Fahrwasser der Elbe.



Die Instrumente über dem Fenster: Windstärke: 13 Knoten von Achtern; die Uhrzeit kennt ihr auch; 13,6 Knoten (wir waren am beschleunigen nachdem wir die Lotsen be ca. 10 Knoten abgesetzt hatten); 11,9m Wasser vorne unterm Kiel und hinten 11,5m; Anzeige für die Neigung des Schiffes; für das Ruder; wieviel Fahrt man gibt, und... muss ich nachschauen.



Tiefseereede.



3. Offizier und Kadettin sind beeindruckt vom Lotsen-Katamaran.



Der erste Lotse ist schon im Boot, der zweite klettert noch und verschwindet nach kurzem winken ebenfalls.



Und tschüss...


Weiter fuhren wir in einen Sonnenuntergang geprägt von aufkommenden Wolken. Wir passierten die Tiefseereede, wo auch das UASC Grosscontainerschiff Al Nefud ankerte (der Ankerball war leider nicht sichtbar, dafür die Ankerkette, welch Ironie) und die Hochseeinsel Helgoland mit ihrem markanten Leuchtfeuer. Auch dieser Tag neigte sich dem Ende zu und ich stattete am Abend (Verpflegung waren meine Vorräte aus einer Hamburger Bäckerei, auch diese vermisse ich) noch einen Besuch auf der Brücke ab. Internet auf der Nordsee? Kein Problem, Dank Helgoland und Borkum. Doch das benötigte ich erstmal nicht. Es war ein schöner Anblick, mit 20 Knoten durch die nächtliche Nordsee zu fahren. Vereinzelt waren andere Schiffe (sogar ein Segelboot, mitten in der Nacht) unterwegs, Bohrinseln waren hell erleuchtet und Windparks blinkten gleichmässig dahin. Dazu das minimal vom Mond erleuchtete Meer, es sah gigantisch aus. Dann ging ich wieder auf meine Kammer, am nächsten Morgen sollten wir schon in Rotterdam eintreffen. So richtig vorstellen konnte ich mir das allerdings nicht, dass es so schnell geht…



Schönes Abendlicht kommt.



Dunst am Horizont.



Schon hat man einen anderen Blick aus der Kabine. Nach dem Abendessen an meinem Fenster, die letzten Produkte einer herrlichen Hamburger Bäckerei.



Helgoland und sein Leuchtfeuer.



Sonnenuntergang und UASC Al Nefud wartet auf einen freien Liegeplatz im Waltershofer Hafen bzw. jetzt auf die Flut.



Ankerkette ist deutlich sichtbar, der Ankerball nicht... Leider haben die Bilder beim Hochladen hier auf der Seite ordentlich gelitten.



Bald kommt die erste Nacht auf See.



Natürlich nicht voll beladen, die UASC... das Licht ging an.


Weitere Impressionen:



De Ludwigshafen Express fährt noch unter der G6-Allianz (mit MOL, NYK, OOCL, APL und Hyundai). Ab China wird sie dann unter der neuen Allianz "THE Alliance" laufen (zusammen mit MOL, NYK, UASC, K-Line, Yang Ming).



Jetzt noch an der Maya vorbei.



Ich mag diese Art von Containerschiffen. Der geteilte Aufbau ist auch für die Crew ein Segen (Maschine weg vom Wohn- und Essbereich, weniger Lärm (eigentlich kaum von der Maschine), weniger Abgase.



Nochmals Helgoland...















© Philipp Schäfer