© Philipp Schäfer

Welcome to the Sea!

Leinen los!

 

Tag 3: 30.04.2017: Leinen los!


Es dauerte einige Zeit, dann kam eine Armada von Schleppern. So viele? Der erste fuhr zu uns, es war Bugsier 22. Weitere Schlepper gingen zur MSC Maya und zur San Clemente von Hamburg Süd, die in der Nacht zuvor hinter uns festgemacht hatte.



Die Schlepper kommen.


Die Festmacher (in dem Fall eher Losmacher) waren mit ihrem schwarzen Ford Mondeo ebenso schon angekommen. Jetzt fehlte nur noch die Deckmannschafft, die nach und nach eintrudelte.



Das Mooring-Deck: Langsam wird es ernst!


Zuerst fuhr „unser“ Schlepper „Bugsier 22“ an die Pier und dann an das Heck. Eine Leine wurde herabgelassen und mit einer Rute gefasst. Mit diesem wurde ein dickes Seil, an welchem ein noch dickeres Seil hing, heraufgezogen und festgemacht.



Die Wurfleine geht auf die Bugsier 22.



Die Schleppleine wird an Bord gezogen.


Nach und nach lockerte man anschliessend die Winden und die Festmacher zogen zu zweit die schweren Taue über die Poller und warfen sie hinab ins Wasser. Dabei hielt man eine gewisse Reihenfolge ein. Zuerst wurden vier Achterleinen gelöst, dann der Achterspring (zwei Leinen) und zuletzt die anderen verbliebenen zwei Achterleinen.




Die Offiziere müssen teilweise auch mit anpacken: Hier öffnet der "2nd" die Mechanik.



Erst etwas Leine geben damit die Spannung gelockert wird.



Voller Körpereinsatz und Hektik bei den Festmachern: Es muss schnell gehen! Der rechte Mann zieht die Leine her, der links löst sie vom Poller.



Die letzten beiden Leinen fallen zeitgleich.


Die Mechanik/Verschlüsse wurden zuvor gelockert um die Seile länger zu machen, nun wurden sie aufgewickelt und die nassen, schweren Taue gingen an Deck. Kurz nach 14 Uhr fiel die letzte Leine ins Wasser und wurde auf die Humboldt gezogen. Um 14:07 Uhr entfernte sich das Schiff langsam mittels Bugstrahlruder (zwei Stück, 2000 kWh Leistung/Querstrahlruder) und den beiden Schleppern (Heck und Bug) vom Pier. Exakt vier Minuten Später wurde dann erstmals die eigentliche Maschine angeworfen und es sprudelte plötzlich enorm am Heck. Die Schaumkrone wurde schnell grösser und breitete sich rasch aus und wir bewegten uns langsam vorwärts in Richtung Elbe.



14:07: Wir bewegen uns von der Pier weg, 14:11: Die Maschine geht an und nun zuckeln wir aus dem Waltershofer Hafen.



Ein Blick zurück auf Hamburg. Auf eine solche Art habe ich diese schöne Stadt noch nie verlassen.



Die Wasserschutzpolizei sperrt die Elbe erneut.



Adieu Hamburg!




















© Philipp Schäfer